Wenn Regenwasser unmittelbar im Boden versickern kann, gespeichert werden kann und später wieder verdunsten kann (anstatt das Wasser schnell über die Kanalisation abzuleiten), spricht man vom Schwammstadt-Prinzip. Hierzu braucht man unversiegelte Flächen.
Technische Bauten für die Vermeidung von Überflutungen und Hochwasserschäden bei Starkregen reichen nicht aus! Das Riegelsberger Starkregenvorsorgekonzept mit seinen Einzelmaßnahmen ist bereits so gut wie umgesetzt. Das Konzept finden sie hier: https://www.riegelsberg.eu/bauen-umwelt/hochwasservorsorge
Durch Entsiegelung von asphaltierten Flächen, von Einfahrten, von Parkplätzen und von Schulhöfen etc. und dem erhalt von Grünflächen sowie dem Anlegen von begrünten Dächern kann Riegelsberg widerstandsfähiger gegen Überflutungen bei Starkregen. In heißen Sommertagen sorgt die VErdunstungswärme für ein besseres Mikrokläme in der unmittelbaren Umgebung. Werden zusätzlich Schattenplätze erhalten oder gar angelegt, trägt das zu einem deutlich verbesserten Wohlbefinden bei. Dieses nachhaltige Stadtplanungsprinzip verbessert das Mikroklima und fördert auch die Artenvielfalt (Vögel, Insekten/Käfer, Amphibien, Reptilien als auch die Flora).
Mögliche Maßnahmen in Riegelsberg:
Entsiegelung: Verringerung versiegelter Flächen, um das Wasser unmittelbar versickern zu lassen.
Grünflächen: Schaffung und Erhalt von Wiesenflächen
Speicherökosysteme: Nutzung von Mulden-Rigolen-Systemen (schmale Grünstreifen in Muldenform neben versiegelten Flächen).
Förderungen: Finanzielle Anreize zur Umsetzung von Regenwasserrückhaltungsmaßnahmen und Schaffung von Versickerungsflächen. Hier sehen wir gerade die großen Parkplätze an den Supermärkten als Potenzialflächen.
Wir wollen, dass Riegelsberg vorangeht. Wir wollen mit den gemeindeeigenen Flächen beginnen. Wie sehen dieses Thema als Inhalt der Lenkungsgruppe Naturschutz.
Wie bereits unsere KolegInnen der Grünen Püttlingen in ihrem mehrheitlich beschlossenen Antrag zur Schwammstadt Püttlingen geschrieben haben: „Es geht auch darum, das Versiegeln von Flächen weitestgehend zu vermeiden, Versiegelungen rückgängig zu machen und Rückhaltesysteme für das Niederschlagswasser zu fördern.“
