Riegelsberg „Am Auerberg“

Bei der Gemeinderatssitzung, am 10 Februar 2020, im Riegelsberger Rathaus, ging es u. a. darum, einen Beschluss zu fassen, das Wohngebiet am Auerberg durch einen Bebauungsplan zu erweitern.

Viele Anwohner waren gekommen, um ihre Bedenken zu dieser Erweiterung zu äußern. Eine ganze Liste kritischer Punkte wurde vorgetragen. So befürchten Anwohner, dass durch schwere Baufahrzeuge Bodenerschütterungen entstehen können, die die Stabilität des Untergrunds der Straße beinträchtigen. Auch eine eventuelle Kostenbeteiligung bei späterer Straßensanierung war ein Punkt. Da der Steilhang seit Jahren in Bewegung ist, musste in der Vergangenheit eine riesige Stützmauer gebaut werden. Deren Belastbarkeit wurde in Frage gestellt. Die Fraktion der Grünen im Riegelsberger Gemeinderat teilt die Bedenken der Anwohner in diesen Punkten.

Laut Klimakarte des Regionalverbandes ist das Planungsgebiet Teil einer Frischluftschneise und dient dem Kaltluftausgleich. Ein Feuchtbiotop würde beim Bebauen unwiderruflich verschwinden. Auch die Wasserproblematik bei Starkregen ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Ein Starkregen- und Hochwasservorsorgekonzept speziell für das Einzugsgebiet des Mäusbachs, zu dem auch der Auerberg gehört, soll durch ein noch zu beauftragendes Ingenieurbüro im Auftrag der Gemeinde erstellt werden. Wir würden gerne die Erkenntnisse des Ingenieursbüros abwarten, um vorschnelle Beschlüsse zu vermeiden.

Ein starkes Argument gegen eine weitere Bebauung des Auerbergs besteht für die Fraktion der Grünen darin, da das Planungsgebiet außerhalb der Ortsbebauung unseres Ortes liegt. Wenn hier eine Baugenehmigung erteilt wird, öffnet man Tür und Tor für eine Zersplitterung der Ortsbebauung. Aus diesen grundsätzlichen Erwägungen werden wir gegen eine Erweiterung des Baugebietes am Auerberg stimmen.

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