Lidl Gruppe will Verkaufsfläche des Marktes von 1000 auf 1450 Quadratmeter erweitern

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stimmen gegen die geplante Änderung des Bebauungsplanes

Unsere Gründe:

1. Bei der Planung und Genehmigung des derzeit gültigen Bebauungsplanes blieb die Gesamtverkaufsfläche beider Märkte unterhalb der Schwelle, für die ein Umweltverträglichkeitsgutachten erforderlich gewesen wäre. Nun will der Lidl-Markt zum zweiten Mal seine Fläche vergrößern. Diese jetzt geplante Größenordnung wollte zum damaligen Zeitpunkt keine der im Gemeinderat vertretenen Parteien. Hier versucht ein Investor, scheibchenweise seine Ziele zu erreichen.

Bebauungspläne sollten für alle Partner verlässlich sein. Sie sollten Bestand

haben und nicht „auf Zuruf“ geändert werden.

2. Eine größere Verkaufsfläche zieht mehr Kunden an. Mehr Kunden bedeutet zwangsläufig auch mehr Verkehr. In dem damaligen Verkehrsgutachten zur Genehmigung der Bebauung des Walter-Wagner Platzes sollte die Grünphase der Ampelanlage bei der Ausfahrt aus der Alleestraße in die Saarbrücker Straße nur 6 Sekunden betragen. Diese Zeit hielten wir schon damals für nicht ausreichend! Mittlerweile hat man die Grünphase auf 9 Sekunden verlängert. Damit ist bewiesen, dass mit dem damaligen Gutachten die Zahlen schön gerechnet wurden. Dies darf nicht noch einmal passieren. Die Ausfahrt Alleestraße – Saarbrücker Straße verträgt zu Spitzenzeiten keinen zusätzlichen Verkehr. Schon jetzt werden die Anwohnerstraße mit zu- und abfließendem Verkehr zu und vom Walter-Wagner-Platz stark belastet. Noch größer sind die Probleme beim Anfahren des Walter-Wagner-Platzes auf der Saarbrücker Straße in Richtung Heusweiler. Zu den Hauptverkehrszeiten reicht die Linksabbiegespur nicht aus. Wartende Autos blockieren dann die Geradeausspur und es kommt zu langen Rückstaus. Auch die Einbieger von der Lindenstraße kennen das Problem. Sollte der Verkehr auf den Walter-Wagner-Platz über die Saarbrücker Straße weiter zunehmen, so wird sich diese schon jetzt angespannte Situation weiter zuspitzen.

3. Die Fläche zwischen dem jetzigen Lidl-Markt und der Riegelsberghalle stellt eine Frischluftschneise zum Wohngebiet dar. Diese Schneise wird verbaut und kann so ihre Wirkung nicht mehr entfalten. Wir bezeichnen unseren Ort gern als „Ort im Grünen“. Kann es dann sein, dass immer dann, wenn wirtschaftliche Interessen mit Umweltinteressen kollidieren, die wirtschaftlichen Interessen Vorrang haben? Die Sicht auf die Riegelsberghalle vom Walter-Wagner-Platz aus wird nach der jetzt geplanten Vergrößerung des Lidl-Marktes stark verändert werden. Die Riegelsberghalle wird dann als ein weiterer Betonklotz neben den beiden Einkaufsmärkten wahrgenommen. Jetzt steht sie noch für sich und ist Richtung Walter-Wagner-Platz deutlich von den beiden Märkten getrennt.

4. Wer ist eigentlich der Besitzer des Lidl-Marktes und der entsprechenden Parkflächen. Wir haben bisher nur mit dem Mieter, der Lidl-Kette, gesprochen. Ist das denn üblich, dass man mit Mietern verhandelt und nicht mit dem Besitzer? Ich glaube nicht!

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