Die vier vorgestellten Konzepte einer Saarbahninbetriebnahme in Riegelsberg lassen viele Fragen offen

Die vier neu vorgestellten Varianten einer baldigen Inbetriebnahme der Saarbahn durch Riegelsberg lassen viele Fragen offen, die geklärt werden müssen.

Als erstes sind „DIE GRÜNEN in Riegelsberg“ überzeugt, dass so ein wichtiges Thema nicht als Wahlkampfgetöse taugt.

Von den nun vier vorgestellten Betriebskonzepten für eine baldige Inbetriebnahme der Saarbahn durch die Ortsdurchfahrt Riegelsberg dürfte allein wegen der Kosten nur die Variante vier übrig bleiben. Diese würde die Riegelsberger Steuerzahler pro Jahr 113.262 € kosten! Die Variante drei (zusätzlicher Halbstundentakt bis zur jetzigen Endhaltestelle Etzenhofen) würde weitere Mehrkosten pro Jahr in Höhe von 132.000 € verursachen, ohne dass dadurch tatsächlich der Ortskern von Walpershofen erreicht würde.

DEN GRÜNEN stellen sich aber noch viele offene Fragen:

  1. Wie soll das Verkehrskonzept umgesetzt werden? Da die beiden Buslinien 140 u.141 im Russenweg an die „Haltestelle Güchenbach“ der Saarbahn angebunden werden sollen, müssten dort entsprechende Bushaltestellen in beiden Richtungen eingerichtet werden. Wer plant und bezahlt die Kosten für die neu einzurichtenden Haltestellen? Diese sind für den späteren Betrieb nicht mehr von Nöten.
  2. Wie sollen die  beiden Buslinien ab der Saarbrücker Straße geführt werden? Bei einer Einfahrt in den Russenweg ist eine Linienführung der beiden Linien zurück nur über die Gisorsstraße möglich, um auch kurze Wege der Umsteiger zu garantieren. Ist dies überhaupt möglich? Bei dieser gewählten Streckenführung würden die Haltestellen „Ellerstraße“ und „Güchenbach“ in einer Fahrtrichtung nicht mehr angefahren.

Schon bei den Planungen zur Bebauung des Riegelsberghallenvorplatzes wollten DIE GRÜNEN eine Busanbindung im Bereich Saarbrücker Straße und Alleestraße. Dies wurde allerdings von allen anderen im Gemeinderat vertretenen Parteien abgelehnt. Diese fehlende Weitsicht recht sich nun leider.

  1. Wie sieht die Taktdichte aus? In der Zeit von 08:40 bis 13:00 Uhr sollen die Saarbahnzüge in der Schwachlastzeit nur im Halbstundentakt durch Riegelsberg fahren! Dies bedeutet eine 100 % Verschlechterung gegenüber heute!
  2. Ist für die Umsteiger Bus/Bahn sofortiger Anschluss gewährt?
  3. Die Länge der Finanzierungsvereinbarung ist völlig offen, da heute noch nicht abzusehen ist, wann die Saarbahn endlich bis Heusweiler fahren wird. Die Inbetriebnahme bis Heusweiler ist für 2011 geplant. Da die Abnahme der Strecke durch die Saarbrücker Straße schon wieder mehrere Monate hinter dem Zeitplan liegt (die Ampelanlagen sollten schon im November 2008 eingeschaltet werden), ist es fraglich, ob der Zeitplan eingehalten wird. Sollte es zu einer späteren Inbetriebnahme der Strecke nach Heusweiler kommen, müsste die Saarbahn diese Mehrkosten vertraglich übernehmen!

Grundsätzlich stellen sich DIE GRÜNEN folgende Fragen:

  1. Aufgabenträger für diesen Streckenabschnitt ist der Regionalverband. Nur dieser kann Verkehrsleistungen für Kreislinien bestellen und damit bezahlen!
  2. Eine Anschubfinanzierung des Betriebes ist möglicher Weise aus haushaltsrechtlichen Gründen nicht möglich, da der Haushalt der Gemeinde defizitär ist und deshalb aufgrund bestehender Gesetze keine freiwilligen Leistungen übernehmen darf. Im laufenden Haushalt der Gemeinde für das Jahr 2009 sind keine Mittel eingestellt.

Die GRÜNEN in Riegelsberg haben aus diesem Grunde den Bürgermeister angeschrieben, damit dieser die rechtlichen Fragen klären möge.

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