Poller am Walter Wagner Platz – Befürchtungen der GRÜNEN haben sich leider bestätigt

Nach der Schließung der Zufahrt von der Lindenstraße zum Parkplatz Walter Wagner Platz sind leider die Befürchtungen der GRÜNEN in Riegelsberg eingetreten.

Wir GRÜNEN in Riegelsberg hatten schon bei den Planungen zum Bau des Walter Wagner Platzes erhebliche Zweifel an der Abwickelung des Verkehrsaufkommens. Die Kauflandkette wollte schon auf dem Gelände einen Markt errichten, hat aber von der Baumaßnahme Abstand genommen, da der Verkehr dort nicht abzuwickeln sei.

Viel schlimmer ist nach unserer Ansicht die Schließung der Zufahrt für die Feuerwehr. Bei einer Alarmierung können die anfahrenden Mitglieder der Feuerwehr mit ihren Privatfahrzeugen nun die Zufahrt nicht mehr benutzen. Ein Aussteigen und umlegen der Poller von Hand benötigt Zeit. Die Feuerwehr Riegelsberg ist bekannt für ihre Schnelligkeit. Geht dies nun zu Lasten der Sicherheit der Bürger?

 

Da der Parkplatz jetzt nur noch durch eine einzige Zufahrt von der Saarbrücker Straße und durch das angrenzende Wohngebiet erreichbar ist, kommt es dort zu einem enormen Verkehrszuwachs und zu langen Wartezeiten an der Ampelanlage Ecke Allee-Straße – Saarbrücker Straße.

In dem Gutachten „Untersuchung der Auswirkungen eines neuen Einkaufszentrums mit ca. 250 Parkständen im Bereich der Riegelsberghalle auf die Leistungsfähigkeit des Knotenpunktes Alleestraße/ B 268 Saarbrücker Straße innerhalb der Ortslage Riegelsberg“ aus dem Jahr 2004 geht hervor, dass selbst bei einem Verkehrsaufkommen in der nachmittäglichen Spitzenstunde von 16 bis 17 Uhr von ca. 150 zum Parkplatz zufahrenden und 150 abfahrenden Pkw „eine gute Verkehrsabwicklung mit ausreichenden Reserven gewährleistet ist und mit keinen verkehrlichen Problemen zu rechnen ist.“

 

Diese Aussage hatte damals das GRÜNE Gemeinderatsmitglied Ralf Waschburger massiv bezweifelt und das Gutachten in Frage gestellt. Seine Befürchtungen der GRÜNEN wollte damals leider keiner hören.

Der Bebauungsplan wurde mit den Stimmen der beiden großen Parteien CDU und SPD verabschiedet.

Welche Lösungen bieten sich an?

  1. Das Signalprogramm der Ampelanlage Saarbrücker Straße/Alleestraße hat eine Umlaufzeit von 90 Sekunden. In dieser Zeitspanne ist ein Einbiegen von der Saarbrücker Straße in die Alleestraße 14 Sekunden und ein Ausfahren aus der Alleestraße 8 Sekunden möglich. Bei optimalem Verkehrsfluss sind dies maximal 3 bis 4 Fahrzeuge. Überquert ein Fußgänger die Ampelanlage in der Saarbrücker Straße, sind ein bis zwei Pkw das Maximum. Hier muss die Signalanlage den neuen Verhältnissen angepasst werden.
  2. Eine geringe Aufweitung der Alleestraße für eine Abbiegespur nach rechts und links ist zu überprüfen.

Wir hoffen, dass die bisherige Verkehrsbelastung in der Invalidenstraße und in der Lindenstraße jetzt nicht verlagert wird in die Alleestraße, die Straße Am Wäldchen und in den Tannenweg.

Ralf Waschburger, Vorsitzender B’90/Die GRÜNEN, Ortsverband Riegelsberg

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